Südafrika

Panorama Route und Blyde River Canyon

Ankunft nach einem gut 11-stündigen Flug mit British Airways von Frankfurt über London nach Johannesburg. Dort angekommen war es recht kühl (+ 6 C) aber schönes Wetter. Am Flughafen tauschten wir Geld, übernahmen unseren Mietwagen und machten uns auf den Weg nach Sabie, der ersten Station für die nächsten zwei Nächte. Quartier bezogen wir in der Villa Ticino und waren am gleichen Tag noch an verschiedenen Wasserfällen (Berlin-, Lisbon- und Lone Creek-Falls) und hatten einen grandiosen Blick von God s Window auf das Lowfeld mit Krüger NP.

An nächsten Tag erkundeten wir die Höhepunkte Panorama-Route und des Blyde River Canyon. Wir waren an den Bourkes Luck Potholes und am Canyon mit dem Blick zu den berühmten "Three Rondavels". Im Gebiet um das Aventure Blyde River Resort machten wir eine Wanderung durch den Wald mit kleinen Wässerfällen. Zum Abschluss besuchten wir das "Museum of Man" und das ehemalige Goldgräberstädtchen Pilgrims Rest.

Krüger NP

Pirschfahrten im mittleren und südlichen Teil des Krügerparks.
Früh morgens machten wir uns auf den Weg zum Krügerpark, dem Ziel für die nächsten fünf Tage. Unterwegs besuchten wir in der Nähe von Klaserie noch ein Cheetah-Project, das sich um den Erhalt dieser und anderer gefährdeten Tiere (u.a. Wildhunde) kümmert.
Die Unterkünfte in den Restcamps hatten wir schon Ende Dezember 2001 zu Hause im Reisebüro gebucht.
Über das Phalaborwa-Gate kamen wir in den Park. Auf dem Weg zu unserem ersten Restcamp in Letaba (50 km) sahen wir nur einige Antilopen, Elefanten und Zebras. Es sei noch zu erwähnen, dass alle Camps im Park gut ausgestattete Geschäfte haben und man "fast alles" bekommt. Den und die kommenden Abende in den Restcamps verbrachten wir "grillend" mit einigen Bierchen und dem leckeren Amarula vor unserer Hütte.

Morgens um halbsechs Uhr hieß es aufstehen. Nach einem kleinen Frühstück machten wir uns kurz nach sechs auf die Pirsch rund um das Camp. Wir fuhren zu einem Vogelbeobachtungsposten und trafen unterwegs auf eine Büffelherde. Über das Olifants Camp machten wir uns auf den Weg zum nächsten Camp nach Satara. Unterwegs sahen wir das übliche Getier wie Elefanten, Zebras, Giraffen, Impalas, Kudus und andere Antilopenarten, viele Vögel aber keine Raubtiere. Im Satara-Restcamp buchten wir einen "Night-Drive" für den Abend. In der Dämmerung bei recht angenehmen Temperaturen ging es los. An einem Fluss sahen wir auch unsere ersten Löwen, die in einiger Entfernung faul in den Büschen lagen.
Den nächsten Tag verbrachten wir "pirschend" auf dem Weg ins Lower Sabie Camp. Hier schlich abends beim Grillen in ein paar Metern Entfernung eine Hyäne am Zaun entlang (war wohl "scharf" auf unsere Steaks).

Skukuza das Hauptcamp im Park sollte für die nächsten zwei Nächte unser Ziel sein. Wir fuhren von Lower Sabie erst nach Crocodile Bridge am südlichen Ende des Parks. Unterwegs lag eine Löwendame direkt neben der Straße im Gras.

Im Skukuza-Camp buchten wir für den nächsten Morgen einen "Morning Walk" mit den Rangern. Das hieß noch früher aufstehen (4.30 Uhr). Um fünf Uhr und in stockdunkler Nacht ging es dann los. Nach einer 40minütigen Fahrt hielten wir Mitten in der Wildnis und verließen unseren sicheren Wagen. Nach einer Sicherheitseinweisung ging es dann mit zwei bewaffneten Ranger auf die Pirsch. Schon nach wenigen hundert Metern das erste Erlebnis. Drei Breitmaulnashörner standen ca. 30 m entfernt auf einer Lichtung. Jetzt hieß es ruhig bleiben. Nashörner sehen zwar schlecht haben aber ein sehr gutes Gehör. Die drei versuchten unsere Gruppe auszumachen und galoppierten dann in die entgegengesetzte Richtung davon. Nach einem kleinen Buschfrühstück und ein paar weiteren Nashörnern, Antilopen und Giraffen (leider kein Raubtier) ging es gegen 10 Uhr zurück ins Camp zum Ausruhen.

Heute hieß es Abschied nehmen vom Krügerpark. Pirschend fuhren wir zum Malelane Gate im Süden des Parks und hatten noch unser großes Erlebnis: ein Leopard! Endlich hatten wir die "Big Five" komplett. Leider waren unsere Fotoapparate schon weggepackt und nicht "schußbereit", so dass dieses herrliche Tier bereits im Gebüsch verschwunden war bevor wir es ablichten konnten.

Zum Krügerpark noch folgendes: alle Camps sind gut bis sehr gut ausgestattet; in den Läden gibt´s eigentlich fast alles (Fleisch, Gemüse, Obst, Brot und und und ...; alles was man zum Grillen braucht). Die Pirschfahrten früh morgens bei Toröffnung beginnen. Ab 10 Uhr wird`s heiß und die Pirsch macht keinen Spaß mehr (man kann sich auch nicht mehr konzentrieren. Ich möchte nicht wissen, an vielen Tieren, die direkt neben der Straße gelegen haben, wir vorbeigefahren sind.).

KwaZulu Natal

Nachdem wir früh morgens den Krüger NP verlassen hatten, fuhren wir Richtung Grenze nach Swasiland. Bei Jeppe´s Reef konnten wir ohne Probleme die Grenze überqueren. Wir fuhren bis auf eine kurze Pause in Manzini ohne Unterbrechung durch Swasiland und waren gegen 15 Uhr wieder in Südafrika. Telefonisch buchten wir unsere Unterkunft (St.Lucia Guesthouse) in St.Lucia, wo wir am späten Nachmittag ankamen. Nachdem wir einige Tipps erhalten hatten, machten wir uns auf einen kleinen Rundgang in St.Lucia.

Am nächsten Tag mieteten wir uns Mountain Bikes und erkundeten die Gegend. Am Strand legten wir eine kleine Pause ein und besuchten später einen Crocodile Park. Spätnachmittags machten wir noch eine Bootsfahrt auf dem St.Lucia Estuary und konnten Krokodile, Wasservögel und Hippos beobachten.

Wir fuhren ins ca. 80 km entfernte DumaZulu, einem Culture-Center der Zulus. Hier konnten wir einiges über die traditionelle Lebensweise der Zulus erfahren, ein Tanz wurde vorgeführt und wir tranken selbstgebrautes Zulu-Mais-Bier. Nachmittags machten wir noch einen Abstecher zu den Sanddünen am Cape Vidal.

Einen weiteren Tag verbrachten wir mit Pirschfahrten im ca. 60 km von St.Lucia entfernten Hluhluwe Umfolozi GR. Leider waren wieder keine Raubtiere zu sehen, aber gut zwei Dutzend Rhinos, dazu einige Elefanten, Nyalas, andere Antilopenarten und eine Büffelherde.

Die nächsten beiden Tage verbrachten wir in Durban und Umhlanga zum Relaxen und nutzten die Zeit zum Wäsche waschen. Dann ging es zum Flughafen von Durban, wir gaben unseren Wagen ab und flogen nach Port Elisabeth.

Garden Route

Bei der Ankunft nach dem einstündigem Flug war es in Port Elisabeth sehr windig. Wir bekamen unseren Wagen und machten uns auf den Weg nach Jeffrey s Bay. Da J Bay ein Surfer Spot ist, konnten wir in dem Ort recht billig Surfer-Klamotten einkaufen.

Am nächsten Tag ging es weiter in den Tsitsikamma NP. Unterwegs waren wir noch an einigen riesigen Yellow-Wood-Bäumen und auf der Paul-Sauer-Bridge. Wir mieteten uns im Tsitsikamma Restcamp ein Ocean-Chalet und machten eine Wanderung zum Storms River Mouth mit der Hängebrücke. Auf der anderen Seite ging es dann steil aufwärts zu einem schönen Aussichtspunkt. Nachmittags wollten wir dann noch den ersten Teil des Otter-Trails zum Wasserfall laufen. Leider hatten wir keine Tasche dabei und die Fotoapparate baumelten an unserem Hals, was die Kletterpartien über die Felsen erschwerte. Außerdem wurde es langsam dunkel und wir kehrten zum Camp um. Nach dem Abendessen verbrachten wir den Abend bei einigen Amarulas auf der Terrasse unserer Hütte. Klarer Himmel, hunderte Sterne, nur das Meerrauschen ... herrlich.

Morgens machten wir im Tsitsikamma NP noch eine Wanderung auf dem Blue Duiker Trail und machten uns dann auf den Weg nach Wilderness. In Knysna fuhren wir zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Knysna-Heads und kamen am späten Nachmittag nach Wilderness. Wir hatten ein Zimmer im Fairy Knowe Backpacker reserviert. Der BP liegt etwas außerhalb, direkt an der Strecke des Outeniqua Choo-Tjoe (historische Dampfeisenbahn). Der BP ist sehr urig (ältestes Haus am Ort) und bietet ein tolles Frühstück. Wir mieteten uns ein Kanu und waren auf dem Touws-River paddeln. Den Fluss mit dem Kanu zu befahren ist nur bis zu einer bestimmten Stelle möglich. Von dort liefen wir den Kingfisher-Trail bis zu einem Wasserfall.

Das nächste Ziel war Oudtshoorn. Wir suchten eine Unterkunft (Backpacker Paradise) und besuchten die Cango Wildlife Ranch und die Cango Caves. In der Wildlife Ranch werden Geparde gezüchtet, aber man kann auch "nicht-afrikanische" Tiere wie Puma und Tiger sehen. Die Cango-Caves sind auch sehenswert. Außer der normalen Führung gibt es noch eine "Adventure-Tour", bei der man einige Kletterpassagen und enge Spalten (engste Spalte 27 cm) überwinden muss.

Früh morgens bevor die großen Touristenströme einsetzten sind wir zur Cango-Straußenfarm um dort einiges über die Straußenzucht zu erfahren. Wir konnten Strauße füttern, wurden von einer Straußen-Dame geküsst und bekamen eine Straußenmassage . Außerdem bestand die Möglichkeit auf einem dieser Viecher zu reiten (Strauße können ohne Probleme bis zu 75 kg tragen). Anschließend fuhren wir die teils abenteuerliche Strecke über den Swartbergpass in die Große Karoo nach Prince Albert.

Weiter ging es Richtung Swellendam. Wir machten eine gemütliche Wanderung im Bontebock NP und waren auf der Suche nach den Buntböcken.

Kap Region

Vorbei an der Südspitze Afrikas, dem Cape Agulhas, fuhren wir in die "Walhauptstadt" Hermanus und bezogen unser Quartier im Moby s Backpacker. Am alten Hafen verbrachten wir längere Zeit zur Walbeobachtung. Innerhalb einer Stunde waren ca. 15 Wale zu sehen, die zum Teil recht Nahe am Ufer entlang schwammen.

Am nächsten Tag war schlechtes Wetter (Regenschauer, Wind). Willis geplanter Ausflug zum Shark-Cage-Diving wurde abgesagt und wir drückten uns den Tag über in Hermanus rum. Bei den immer wieder einsetzenden Regenschauern flohen wir in die Geschäfte oder Cafés.

Nächstes Ziel war die Weinanbaugegend um Stellenbosch. In Stellenbosch bezogen ein schönes riesiges Zimmer für Selbstverpfleger (Eikepark) und bekamen von den Besitzern ein paar Tipps und erkundeten Stellenbosch. Die obligatorische Weintour machten wir natürlich auch. Die Tour führte uns zu vier verschiedenen Weingütern rund um Stellenbosch und Paarl. Wir erfuhren einiges über Weine und konnten auch einige (ich glaube es waren 20) verkosten. Jedenfalls kamen wir abends gutgelaunt wieder in unserer Unterkunft an.

Auf ging s Richtung Kapstadt. Wir fuhren nach Langebaan und erkundeten den Westcoast NP. Leider war die Wildblumenblüte schon zu Ende und wir konnten nur teilweise dieses herrliche Blütenmeer noch erkennen. Nach einer Pause in Langebaan fuhren wir nach Kapstadt - mal wieder. Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen hatten, verbrachten wir den restlichen Nachmittag an der Victoria & Alfred Waterfront

Bei herrlichem Wetter machten wir einen Ausflug auf Robben Island, der Gefängnis-Insel auf der Nelson Mandela 18 seiner insgesamt 26 Jahre als politischer Gefangener verbrachte. Ein sehr interessanter aber auch bedrückender Ausflug. Nachmittags waren wir den rund um Kapstadt unterwegs. Auf dem Signal Hill machten wir noch einige schöne Fotos vom Tafelberg mit Tischtuch. Zum Sonnenuntergang waren wir dann in Camps Bay um die Twelve Apostels zu fotografieren.

Zum Abschluss ging es nach Hout Bay bis zur Straßensperre am wegen Bauarbeiten geschlossenen Chapmans Peak Drive. Wir waren mal wieder am Kap der Guten Hoffnung und besuchten die Pinguinkolonie am Boulders Beach in Simonstown. Bei herrlichem Wetter und absoluter Windstille waren wir zum Abschluss noch auf dem Tafelberg.

Abschied nehmen ... das war s. Wir mussten wieder nach Hause. Den Vormittag verbrachten wir noch gemütlich in Kapstadt. Nachmittags fuhren wir zum Airport und gaben unseren Wagen ab. Pünktlich ging der Flug über London nach Frankfurt.

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