Südliches Afrika

Kap Halbinsel

Der Flug ging mit der South African Airways von Frankfurt über Johannesburg nach Kapstadt. Dort angekommen herrschte angenehmes Wetter mit strahlend blauem Himmel. Am Flughafen wurden wir bereits von einem Fahrdienst erwartet, der uns in unser Hotel brachte. Nach dem Einchecken wurden die Ausflüge organisiert und es ging an die Victoria & Albert Wharf von Kapstadt.

Am nächsten Tag war der Ausflug zum Kap geplant. Bei wunderschönem Wetter ging es Richtung Süden. Leider war der Chapmans Peak Drive wegen eines Erdrutsches gesperrt, so war unser erstes Ziel der Botanische Garten von Kirstenbosch, einem der schönsten auf der Welt. Am Meer angekommen, waren bei Fish Hoek Wale ganz nah an der Küste zu beobachten. In Simons Town stand der Besuch der Brillenpinguin-Kolonie auf dem Programm. Weiter ging es zum Kap der Guten Hoffnung, dem Cape Point. Hier in diesem Nationalpark sieht man Strauße, verschiedene Gazellen und freche Paviane.

Als nächstes war der Ausflug auf den Tafelberg geplant. Zunächst ging es morgens nach einem ausgiebigen Frühstück ins Zentrum Kapstadts. Dort bummelten wir durch die Fußgängerzone und schauten uns den Companies Garden an (früher war das ein Gemüseacker. Hier wurden Gemüse und Salat für die Soldaten angepflanzt). Anschließend besuchten wir das African National Museum und fuhren über den Signal Hill zur Talstation der Gondel hoch auf den Tafelberg. Da an diesem Tag wieder kein Wölkchen das Wetter trübte, hatten wir von oben eine herrliche Aussicht auf Kapstadt und die Kaphalbinsel. Jedenfalls ist es dort sehr sehenswert und es gibt Pflanzen, die nur dort oben wachsen (endemisch).

Kapstadt bis Sossusvlei

Am Morgen trafen wir uns zum Start unserer Zeltsafari mit den anderen Teilnehmern in der Breakwater Lodge (einfache Lodge, nur wenige Meter von der Victoria & Albert Wharf entfernt). Wie es sich herausstellt war unsere Gruppe international (D, NL, GB, USA, AUS, NZ). Unsere Reiseleitung waren zwei Mädels (Andrea und Trish). Nach einer kurzen Einweisung ging es endlich los... Auf zu unserem "Bus" -- ein gelber Lkw mit Aufbau, in dem alles, wirklich alles untergebracht war (Kühltruhe, Küche, Gepäck von 21 Teilnehmern, Zelte, Verpflegung ...). Bequem war er nicht gerade (schlechte Sitze, keine Musik, keine Klimaanlage ...), sollte aber für die nächsten gut zwei Wochen uns überall hinbringen. Übrigens: jeder Teilnehmer wurde zum Küchendienst eingeteilt. D.h. beim Kochen helfen und den Abwasch machen.

Nachdem wir außerhalb Kapstadts in einem Einkaufszentrum unsere Vorräte eingekauft hatten, ging es Richtung Norden. Unsere Quatier bezogen wir am Clanwilliam Stausee. Abends wurde gegrillt und wir sasen gemütlich am Lagerfeuer. Die kommende Nacht war dann saukalt, jedenfalls bin ich öfters aufgewacht und habe mir immer mehr angezogen (zum Schluß habe ich mit Socken, Jogginghose und Sweat-Shirt im Schlafsack gelegen).
Nach dem Frühstück hieß es zusammenpacken, Zelt abbauen und das alles in Herr-Gotts-Frühe (das sollte eigentlich für die gesamte Safari gelten -- Wecken war immer zwischen 5 und 7 Uhr!). Dieser Tag wurde fast nur im Wagen verbracht. Am späten Nachmittag überquerten wir den Oranje-River, die Grenze nach Namibia. Unser Camp schlugen wir ganz in der Nähe im "Felix-Camp" auf (etwas oberhalb des Oranje mit herrlichem Blick).

Am Morgen bestand die Möglichkeit zu einer Kanufahrt (hat Willi gemacht). Ich jedenfalls bin mit meiner Kamera durch die Gegend und habe fotografiert. Nach dem Mittagessen ging es Richtung Fish River Canyon. Dort wurden im Hobas-Camp die Zelte aufgebaut und anschließend fuhren wir zum Sonnenuntergang zum Canyon.

Früh morgens wieder zum Fish River Canyon. Dort haben wir dann gefrühstückt. Der Fish River Canyon ist nach dem Grand Canyon in den USA der zweitgrößte der Welt. Und dort sind wir dann "runtergewandert". Bis zum Fluß dauerte es ca. eine Stunde. Aber der Rückmarsch ..., langsam wurde es heiß und ich benötigte eineinhalb Stunden bis an den Canyon-Rand hoch, der Weg war kaum zu erkennen, ich wollte nicht mehr. Zum Glück konnten wir uns am Nachmittag dann am Pool des Camps ausruhen.

Einen weiteren Tag verbrachten wir wieder im Bus und fuhren bis zum Namib Naukluft NP (Sesriem-Camp). Dort war nach dem Zeltaufbau der Besuch der Sesriem-Gorge angesagt. Aufstehen um 5 Uhr, damit wir zum Sonnenaufgang auf der Düne 45 (die Dünen sind durchnummeriert!) sind. Doch was passiert? Tor verschlossen, niemand da! Es dauert 15 Minuten bis das Tor endlich offen ist. Natürlich ist es schon zu spät, als wir endlich an der Düne ankommen - naja, egal. Im feinen Sand die Düne hoch, ein paar Fotos gemacht und wieder runter. Nach einem Frühstück am Fuss der Düne ging es zur Wanderung weiter Richtung Sossusvlei. Unterwegs wurden Oryxe gesichtet (wie die nur in einer solch lebensfeindlichen Umgebung leben können ...).

Etosha NP

An diesem Morgen hieß es wiedermal früh aufstehen. Es ging nach Windhoek, der Hauptstadt Namibias. Dort angekommen wurden unsere Zelte aufgebaut, dann ging es zum Vorräte auffüllen und zu einem kleinen Rundgang (Südwest-Reiter) in die City. Den Abend mit einem fantastischen Essen verbrachten wir in "Joe s Beer House" (Windhoek, 440 Independance Ave.). Hier gibt s Kudu-, Strauß-, Zebrasteaks, Kroko und vieles mehr. Jedenfalls nicht teuer und sehr zu empfehlen.

Jetzt fängt die Safari erst richtig an! Heute ging es endlich in den Etosha NP. Kaum sind wir durch das Eingangstor durch, gibt es auch schon die ersten Tips, wo welche Tiere zu sehen sind. Zum Park selbst muss man sagen, das absolute Trockenheit herrschte (wo die Grasfresser hier noch was finden konnten, war für mich ein Rätsel.). Jedenfalls sollen bei dieser Trockenheit mehr Tiere zu sehen sein, als wenn alles grünt (bei Trockenheit müssen die Tiere zu den Wasserlöcher kommen).
Übernachtet haben wir im Park in Okaukuejo. Dort gibt es ein beleuchtetes Wasserloch, wo wir nachts prima die Tiere beobachten konnten (Rhinos, Elefanten, Giraffen, Springböcke ...). Außerdem treiben sich nachts auch Schakale auf dem Zeltplatz herum und plündern die Abfalltonnen.
Diese Tage verbrachten wir mit Pirschfahrten im Park. Leider waren bis auf ein paar Löwen in etlichen Metern Entfernung keine Großkatzen zu sehen. Die letzte Nacht verbrachten wir dann in Namutoni, einem alten Fort der deutschen Schutztruppen in Deutsch Südwest Afrika.
Am frühen Morgen haben wir den Etosha NP verlassen. Nachdem unterwegs die Vorräte aufgefüllt wurden, ging es weiter bis nach Rundu (am Kavango gelegen, Grenze von Namibia zu Angola). Dort wurde auf einem schönen Zeltplatz mit toller Busch-Bar direkt am Fluss übernachtet.

Okavango Delta - Flug-Safari und Wildcamp

Weiter ging es von Rundu aus Richtung Botswana. Unterwegs überquerten wir die Veterinärgrenze (hier darf man keine Fleischprodukte im Auto haben). Diese "Grenze" trennt die Viehbestände der Züchter in Namibia von den Rindern der Einheimischen (zB. Schutz vor Maul- und Klauenseuche). Aber ab hier beginnt auf einen Schlag das eigentliche Afrika! Nein, keine Häuser oder Wellblechhütten, sondern die typischen Rundhütten und das Dornengestrüpp um die Dörfer. Jedenfalls ging es jetzt über die Grenze nach Botswana. Am westlichen Rand des Deltas haben wir dann in einem neuen Camp übernachtet und machten mit Schnellbooten einen Ausflug ins Delta.

An diesem Tag begann endlich der Ausflug ins Okavango Delta. Das Highlight der Safari! Mit einer kleinen Cessna ging es von Maun aus zum Oddballs-Camp mitten in der Wildnis. Nachdem das Flugzeug auf einer Piste mitten im Busch gelandet war, wurden wir von einem Wildhüter mit dem typisch afrikanischen Namen Hans abgeholt und ins Camp gebracht.

Von der Terasse hatte man einen herrlichen Blick. Es herrschte eine himmlische Ruhe und man konnte toll entspannen. Tja, mit dem Entspannen war das so ne Sache, denn Nachts trieb sich ein Löwe zwischen den Zelten herum (ich lag schon im Schlafsack, Willi saß noch mit unserem Zeltnachbar Dirk vorm Zelt, als er auf einmal ins Zelt kam und sagte: "da draußen bleib ich nicht, da ist was Großes hinterm Zelt!" und schon kam der Löwe zwischen den Zelten hervor). Ist schon ein komisches Gefühl, wenn nur eine Zeltplane zwischen einem Raubtier und sich selbst ist. Jedenfalls gab es auch schon tödliche Unfälle im Camp (bei der Sicherheitseinweisung hieß es: "Wenn ihr nachts mit der Taschenlampe(!) zu eurem Zelt geht und im Gebüsch leuchtende Augen seht: stehn bleiben, nicht bewegen um nicht den Jagdinstinkt der Löwen zu wecken. Seht ihr aber einen Büffel: lauft so schnell wie ihr könnt und klettert auf den nächsten Baum". Toll, was macht man, wenn von links ein Büffel und von rechts ein Löwe kommt???). Die anderen glaubten uns die Geschichte nicht, konnten aber durch die Spuren zwischen unseren Zelten überzeugt werden.

Ab heute begann das Abenteuer hoch zwei! Mit Mokoros (Einbaum) ging es vom Oddballs-Camp zum Chiefs Island im Delta. Dort richteten wir unser Wildcamp ein. Nachmittags gab es dann noch eine Pirsch zu Fuß in der Wildnis. Die kommende Nacht war jedenfalls noch unheimlicher als die vorhergehende. Es wurde früh dunkel und unsere Begleiter gaben uns den Tip, nie alleine auf die Toilette (hinter den nächsten Busch) zu gehen, sondern immer einen von ihnen mitzunehmen. Es stürmte, die Äste an den Bäumen knackten und knarrten, manche brachen und man hörte alle möglichen Geräusche. Alle hatten überlebt! Nach einer weiteren Pirsch zu Fuß ging es wieder mit den Mokoros zurück zum Oddballs-Camp, wo wir den kommenden Abend und die Nacht (diesmal ruhig und friedlich) verbrachten. Am frühen Morgen ging es mit dem Flugzeug wieder zurück nach Maun. Von dort aus ging es mit unserem "Yellow Truck" nach Nata. In dem Camp gingen unsere letzten Botswana-Dollars an der Bar für Amarula (eine Art Baileys, nur mit der Amarulafrucht hergestellt, schmeckt prima!) drauf, da wir am nächsten Tag die Grenze zu Zimbabwe überquerten und das Geld nicht mehr brauchten.

Victoria Fälle

Am Ziel angelangt! Am Nachmittag kamen wir nach Victoria Falls. Am Abend machten wir eine Sundowner-Fahrt auf der sambischen Seite des Zambezi und feierten unseren letzten Abend zusammen in Victoria Falls. Nach dem Frühstück machten wir noch einen Heliflug über die Victoria Fälle. Dann hieß es Abschied nehmen. Von Vic Falls ging es über Johannesburg zurück nach Frankfurt.

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