Nepal

Kathmandu

Kathmandu - Kultur, Tempel, Leben in der Hauptstadt Nepals
Am Frankfurter Flughafen lernten wir unseren Reiseleiter, Reiseveranstalter, Mädchen für Alles, GO (Großer Organisator), alles in einer Person, Hartmut, und die anderen Reiseteilnehmer kennen. Mit Thai-Airways ging es über Bangkok nach Kathmandu.
Ankunft in Kathmandu (KTM) - recht flott erhielten wir unser Visum und auch das ganze Gepäck war da. Vor dem Airport wurden wir schon von einem Fahrer erwartet, der uns in unser Hotel (International Guesthouse) bringen sollte.
Dann ging s los. Der erste Fußmarsch in Kathmandu. Es war die Hölle! Überall Autos, Rikschas, Fahrräder, Mopeds, Fußgänger.... Riesige Schlaglöcher, Hupen, Klingeln - also daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Wir waren nur kurz am Durbar Square und ließen den Tag anschließend im Hotel-Restaurant ausklingen.

Am nächsten Morgen starteten wir frisch ausgeschlafen unsere Sightseeingtour durch Kathmandu. Zusammen mit unserem einheimischen Führer Mani ging es zuerst die viele Stufen hoch zum Swayambunath-Tempel, dem wohl wichtigsten buddhistischen Denkmal in KTM. Wir drehten Gebetsmühlen und ließen das Treiben auf uns wirken. Von hier oben hat man auch einen schönen Blick über KTM. Gegen Mittag gingen wir zum Durbar Square und schauten uns verschiedene Tempel an. Mani erklärte viel über die Götter (Brahma, Vishnu, Shiva) und brachte uns die Religionen in Nepal näher (die Nepalis schaffen es in gewissem Maße Buddhismus und Hinduismus zu "verschmelzen" und sind sehr tolerant gegen "Andersgläubige").

Pashupatinath
Ein weiterer Tag führte uns nach Pashupatinath (hinduistisches Denkmal). Hier konnten wir eine Leichenverbrennung beobachten. Es klingt zwar makaber, aber das ist für die Menschen dort etwas ganz normales (auch das Touris in gewissem Abstand diese Zeremonien fotografieren!). Ich muss sagen, dass diese Verbrennungszeremonie "gewöhnungsbedürftig" ist und auch viel zum Nachdenken anregen. Anschließend machten wir einen Fußmarsch zur Bodnath Stupa. Hier befindet sich die größte tibetanische Gemeinde außerhalb Tibets. Wir hatten Glück und konnten in einem tibetanischen Kloster bei einem Gebet teilnehmen.

Und auch über das Touristenviertel Thamel seien ein paar Worte gesagt. Hier gibt es einige gute und günstige Restaurants. Man kann alles Mögliche zu recht günstigen Preise einkaufen (handeln!) und es gibt gemütliche Kneipen. Aber es ist immer noch wesentlich teurer, als wenn man nur 50 m aus Thamel rausgeht! z.B. Momos (gefüllte Teigtaschen): in Thamel ca. 1,60 EUR, außerhalb 0,60 EUR! Mein Tipp: einfach in einen "Kohlekeller" (dunkles, verrauchtes einheimischen "Restaurant") gehen und was essen.

Das Kathmandu-Tal

Sehenswürdigkeiten außerhalb Kathmandus
Nicht nur Kathmandu hat historisch/kulturell einiges zu bieten, auch die zwei anderen Königsstädte im Kathmandutal und andere interessante Orte gibt es zu sehen.
Patan und Bhaktapur sind die beiden anderen Königsstädte im KTM-Tal. Ähnlich aufgebaut wie KTM gibt es auch dort eine Durbar Square, schöne Tempel (z.B. Rattentempel in Patan) und andere sehenswerte Sachen zu sehen (z.B. Pfauenfenster und Töpfermarkt in Bhaktapur). Nur muss ich sagen, dass für mich nach so viel Kultur in KTM mit der Zeit alles gleich aussah und der Input war viel zu viel.

Wir besichtigten noch Kirtipur und Bungamati, beobachteten die Einheimischen beim Weiterverarbeiten der Reisernte, haben in Bungamati in einem "Kohlekeller" für sehr wenig Geld gegessen und getrunken und waren an der Chobar-Schlucht.
In Dakshinkali wollten wir eigentlich die blutige Zeremonie der Tieropferung ansehen. Leider war in der Nähe in einem Shiva-Tempel ein Fest, so dass an diesem Tag keine Tiere geopfert wurden. Also hin zum anderen Tempel und das Treiben dort beobachtet.

Wir sind nach Nagargot gefahren. Von hier hat man bei schönem Wetter einen herrlichen Blick auf das Himalaya-Massiv. Leider war es an diesem Tag sehr diesig und die Sicht etwas getrübt. Wir wanderten bis nach Changu Narayan. In diesem alten Dorf besichtigten wir den ältesten Tempel im Kathmandutal. Für die Rückfahrt nahmen wir dann einen Local-Bus bis Bhaktapur - recht interessant.

Das Terrai

Bardia NP
Das Terrai (Gebiet zur Grenze zu Indien) gilt auch als Reiskammer Nepals. Wir besuchten den Bardia NP und die Stadt Janakpur.

Zum Besuch vom Bardia NP flogen wir von KTM aus nach Nepalgunj. Von hier wurden wir mit einem Bus in gut 2 Stunden die Bardia Jungle Cottage gebracht. Wir übernachteten in primitiven Lehmhütten mit Strohdach. Die sanitären Anlagen waren einfach aber akzeptabel. Vor Moskitos schützte uns ein Netz über dem Bett. Der Service war toll und man versuchte uns alle Wünsche von den Augen abzulesen.

Wir erkundeten ein nahegelegenes Tharudorf zu Fuß und konnten die Leute bei der Reisernte beobachten. Wir gingen mit einem Führer in den angrenzenden Bardia NP auf Tigerpirsch - eines vorweg - es wurde keiner gesehen. In kleinen Gruppen durchstreiften wir Wald und Graslandschaft. Hatten viel mit Blutegel zu kämpfen, die versuchten uns irgendwie anzuzapfen. Leider sahen wir außer ein paar Wildschweine, Hirsche und viele Vögel keine besonderen Tiere. Wir machten einen kurzen Elefantenritt - von dort oben hat man eine tolle Sicht, nur das Geschaukel ist nervig. Etwas besonderes geschah am letzten Morgen, als sich ein Panzernashorn in den Garten der Lodge verlief und sich friedlich verhaltend sein Frühstück gönnte.

Janaki-Tempel in Janakpur
Den zweiten Teil im Terrai verbrachten wir in der wohl indischsten Stadt Nepals - Janakpur. Wir flogen von KTM nach Janakpur, wurden mit Fahrradrikschas abgeholt und wohnten im neuen Manaki-Hotel. Eigentlich wollten wir zum Chhat-Fest nach Janakpur. Leider wurde uns ein falscher Termin mitgeteilt und wir waren einen Tag zu spät! Naja, egal. Wir erkundeten das Städtchen zu Fuß und per Rikscha. Schauten uns den prächtigen Janaki-Tempel an und waren am Bahnhof. Hier fährt der einzige Zug Nepals zur indischen Grenze. Außerdem besuchten wir ein Frauenprojekt wo die traditionellen Handarbeiten der Gegend weiterhin gelehrt werden um den Frauen ein Einkommen zu ermöglichen.

Trekking zum Poon Hill (3.210 m)

Weil am Vortag unser Flug von Nepalgunj nach KTM Verspätung hatte, haben wir unseren Flug nach Pokhara verpasst und mussten noch eine Übernachtung in KTM anlegen. Jedenfalls kamen wir erst am Morgen in Pokhara an, wurden zum Hotel Meera gebracht wo wir unsere Sachen für den Trek in einen seperaten Sack packten und das Restgepäck aufbewahren konnten. Nach einem ausgiebigen Frühstück wurden wir dann an den Ausgangspunkt des Treks gefahren. Als Begleitmannschaft hatten wir einen Guide und zwei Träger.

Start des Treks war in Nayapul. Durch eine herrliche Gegend ging unser erstes Teilstück bis nach Tikhedunga. Zum ersten Mal nächtigte ich in einem einfachen Guesthouse. Die Schlafräume waren nix anderes als einfache Bretterverschläge, man konnte ohne Probleme in das Nachbarzimmer schauen. Den Abend verbrachten wir beim Abendessen mit ein paar Bier und diversen Heißgetränken (Lumumba) im Gemeinschaftsraum der Lodge (... wie in den folgenden Lodges auch). Die Nacht war kühl, aber im Schlafsack angenehm.

Der zweite Tag des Treks war der anstrengenste. Gleich zu Beginn ging es auf einem steilen Treppenanstieg in gut einer Stunde über 500 Hm hoch nach Ulleri. Tagesziel war Ghorepani am Poon Hill. Unterwegs hatten wir bei herrlichem Wetter tolle Blicke auf Annapurna South und Machhapuchare. Insgesamt ca. 1500 Hm mussten wir an diesem Tag zurücklegen. In Ghorepani schauten wir noch einigen Tänzern zu die das Tihar-Fest feierten. Übernachtet haben wir in der Sunny Hill Lodge. Wir hatten ein Zimmer mit Blick auf den Dhaulagiri (8.167m) und das Annapurna-Massiv - Herrlich!

Aufstehen um 4:30 Uhr und Abmarsch im dunkeln auf den Poon Hill (3.210 m). Hier erlebten wir einen tollen Sonnenaufgang. Gigantisch wie die schneebedeckten Gipfel des Himalaya (Dhaulagiri, Annapurna South) goldfarben beim Sonnenaufgang leuchten!

Abstieg nach Birethanti
Nach dem Abstieg und einem guten Frühstück ging es Richtung Tadapani. Unterwegs machten wir in Banthani Mittagsrast und durften uns in der Küche ansehen wie Momos gemacht werden.

In der Nacht und am Morgen hatte es stark geregnet. Deshalb verspätete sich unsere heutige Etappe nach Gandhruk. Unterwegs hatten wir wieder einen tollen Blick auf Annapurna South und den Machhapuchare. In Gandhruk hatten wir eine tolle Unterkunft im "Trekkers Inn". Abends saßen wir dann zusammen mit unserem Guide und den Trägern beim original Dal Bath Essen in der Küche der Lodge. Eine Ehre, die nicht jeder erfährt. Anlässlich des Tihar-Festes kamen später noch einige Jugendliche zu einer Tanzvorführung in die Lodge.

Am letzten Tag des Treks ging es nur bergab (900 Hm) zu unserem Ausgangspunkt in Nayapul. Hier wurden wir abgeholt und zurück nach Pokhara gebracht. Im Hotel gab es wieder mal eine ordentliche Dusche und wir hatten wieder ein richtiges Bett ...
Zurück nach KTM ging es mit dem Linienbus. Ca. 10 Stunden brauchten wir für die 200 km lange Strecke nach KTM. Bedingt durch diverse Militär-Checkpoints (Stichwort Bürgerkrieg/Maoisten) verzögerte sich die Fahrt entsprechend von normalerweise 6-7 Stunden inkl. Pause auf 10 Stunden.

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