Trekking zum Kala Pattar

Kathmandu

Morgens waren wir zuerst am Durbar Square und bummelten zwischen den alten Tempeln. Später kehrten wir in unser Hotel zurück und hatten den Nachmittag frei zu letzten Vorbereitungen für unser Trekking.

Flug nach Lukla und Trek bis Namche Bazar

In etwa einer Stunde flogen wir morgens von Kathmandu nach Lukla (2.800 m), wo uns die Begleitmannschaft bereits erwartet. Wir stiegen ca. 1,5 Std. zum Kusum-Fluss (2.550 m) ab und folgten dann dem Dudh Kosi stromaufwärts bis kurz hinter Phakding (2.650 m). Der Rest des Tages diente dem Ausruhen und kam unserer Akklimatisation zugute.

Am nächsten Morgen querten wir mehrmals den Fluss auf Drahtseilbrücken. In Jorsale betraten wir dann den Sagarmatha-Nationalpark. Benannt ist dieser nach dem Sherpa-Wort für den Mt. Everest. Nach insgesamt 3-4 Std. stromaufwärts erreichten wir den Zusammenfluss von Nangpo und Imja zum Dudh Kosi (2.850 m). Hinter der Hillary-Brücke über die Imja-Schlucht bewältigten wir in den steilen und kraftraubenden Aufstieg zum berühmten Sherpa-Zentrum Namche Bazar (3.450 m). Unterwegs konnten wir den ersten Blick auf die Gipfelpyramide des Mt. Everest erhaschen. In Namche richteten wir uns in der Panorama Lodge oberhalb der Polizeistation ein.

Thame - Khumjung - Tengpoche

Noch vor dem Frühstück besuchten wir den Mendaphu Hill oberhalb des Ortes. Hier befinden sich die Hauptverwaltung des Parks mit einem informativen Museum und einen erstklassigen Aussichtspunkt auf zahlreiche Khumbu-Gipfel wie Mt. Everest, Lhotse, Taboche und Ama Dablam. Nach dem Frühstück ging es vorbei an Mani-Mauern und hübschen Chörten in ein abgelegenes Seitental mit kleinen Orten wie Thomde. Nachmittags erreichten wir das Sherpa-Dorf Thame auf einer ehemaligen Grundmoräne in 3.800 m Höhe. Wir stiegen zur Thame Gompa auf, die 1997/98 restauriert wurde. Das Mönchsdorf mit dem Kloster klebt wie ein Adlerhorst im steilen Hang.

Auf einer anderen Route gelangten wir, vorbei am Stausee und dem neuen Wasserkraftwerk, wieder talauswärts nach Thomde. Dahinter bogen wir auf den Höhenweg nach Syangpoche (mit der höchsten Flugpiste Nepals) ab. Über einen kleinen Pass gelangten wir ins stattliche Dorf Khunde mit dem Hospital der Sir Edmund Hillary Stiftung. Über verwinkelte Wege und zwischen steingesäumten Ackerparzellen hindurch kamen wir in Khumjung (3.800 m) bei leichtem Schneefall zu unserer Lodge.

Morgens unternahmen wir einen Ausflug hinauf zum berühmten Everest View Hotel. Danach kehrten wir dem Hochtal den Rücken und wandern hinab nach Sanasa. Von hier wählten wir den Pfad hinunter in die tiefe Imja Kosi-Schlucht und trafen im Weiler Phunki (3.250 m) ein. Nach einem steilen Aufstieg erreichten wir den Kamm von Tengpoche (3.870 m) mit seinem herrlichen Kloster.

Tengpoche - Dingpoche - Lobuche - Gorak Shep

Wir stiegen durch Wald mit riesigen Bartflechten zur Brücke über den Imja Kosi ab, und wieder hoch nach Pangpoche (3.985 m). Am Nachmittag folgten wir dem Hangweg nach Dingpoche (4.350 m). Hier hatten wir einen weiteren Akklimatisierungtag und machten eine Tagestour bis nach Chhukhung (4.730 m)und wieder zurück.

Weiter stiegen wir über Hochweiden Richtung Lobuche (4.980 m). Unterwegs kamen wir an den Mahnmalen für die verunglückten Bergsteiger am Mt. Everest vorbei. Am Abend in Lobuche fing es leicht an zu schneien. Deshalb mussten wir den Aufstieg nach Gorak Shep am nächsten Morgen im Schnee bestreiten, was einem Ungeübten doch ein paar Orientierungsschwierigkeiten bereitete. In Gorak Shep (5.170 m) machte ich dann Ruhepause, während die anderen dem EBC einen Besuch abstatteten.

Gipfeltag - Noch in der Dunkelheit marschierten wir los - hoch auf den Kala Pattar (5.545 m). Es war eiskalt! Erst als die Sonne aufging wurde es angenehmer und wir erreichten den Gipfel. Was heißt Gipfel? Der Kala Pattar ist eher die Schutthalde des Pumori (7.201 m) der über uns thronte. Jedenfalls hatten wir einen herrlichen Blick auf die Gipfelpyramide des Mt. Everest und hinunter über den Khumbu Gletscher. Wir blieben eine gute Stunde bevor wir wieder abstiegen. Nach einer Pause in Gorak Shep stiegen wir noch bis Pheriche (4.280 m) ab. Endlich wieder eine heiße Dusche und ein kühles Bier!

Die letzten Etappen liefen wie von alleine - wir waren alle fit und die Luft wieder "dicker". Über einen Höheweg nach Phortse, weiter Namche Bazar zurück nach Lukla. Hier feierten wir mit unserer Mannschaft den Abschied und flogen am nächsten Morgen zurück nach Kathmandu.

Wieder in Kathmandu

Nach dem Trekking hatten wir noch einen Tag in Kathmandu. Wir fuhren nach Bodnath, dem religiösen Zentrum der in Nepal lebenden Tibeter. Hier erhebt sich die größte Stupa-Anlage des Landes, über deren Terrasse wir "im Uhrzeigersinn" pilgerten. Der gesamte Bereich um den 40 m hohen Stupa mit vielen Buddhastatuen, Nischen mit Gebetsmühlen und ansehnlichen neuen Klosteranlagen vermittelte viel Atmosphäre.

Danach fuhren wir nach Pashupatinath am heiligen Bagmati-Fluss. Für Hindus ist dies der heiligste Ort in Nepal. Gläubige pilgern sogar aus Indien zu dieser Gedenkstätte für den Gott Shiva, der hier in seiner Inkarnation als Herr der Tierwelt verehrt wird. Der im Pagoden-Stil errichtete Haupttempel ist nur Hindus zugänglich, doch von außen war der Blick auf den riesigen vergoldeten Nandi-Stier möglich. Von der Aussichtsterrasse überblickten wir das gesamte Areal mit seinen Tempeln, Schreinen, Verbrennungsplätzen und Herbergen am Ufer des Bagmati, wo Pilger ihre rituellen Handlungen ausführten.

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