Trekking im Helambu und Langtang

Besichtigung von Kathmandu und Swayambodnath

Am Tag vor dem Trekking besichtigten wir die historische Altstadt von Kathmandu. Durch das Touristenviertel Thamel und durch belebte Bazarstraßen kamen wir zum größten und ältesten Tempel der Stadt, der Taleju-Pagode an der Durbar Square. Weiter gingen wir zu Fuß hinauf nach Swayambunath. Der dortige Stupa gilt als größtes Heiligtum der newarischen Buddhisten und erhebt sich auf einem aussichtsreichen Hügel über das Kathmandu-Tal. 365 Pilgerstufen führten uns vom Fuß des "Affentempels" immer steiler werdend zum vergoldeten Stupa mit den zahlreichen umliegenden Gedenkschreinen und Tempeln.

Fahrt nach Sundarijal – Trek bis Chisopani

Morgens brachte uns ein Bus in den Nordosten des Kathmandu-Tales nach Sundarijal (1.400 m). Am Ende der Straße erwartete uns die Begleitmannschaft und begann mit uns den langen Aufstieg zum Bulang Bhanjyang (Bhanjyang = Pass). Unterwegs beim Tamang-Dorf Mulkharka (1.900 m) machten wir Mittagspause und bewältigten dann gut gestärkt den rund 2.450 m hohen Pass, der uns aus dem Kathmandu-Tal hinaus und hinein ins Helambu-Gebiet führte. Nach einem kurzen Abstieg trafen im Dorf Chisopani (2.200 m), dessen Name "kaltes Wasser" bedeutet, in unserer Lodge ein.

Chipling - Gul Bhanjyang - Kutumsang

Immer mit Blick nach Norden auf die Gosainkund-Kette und den Langtang Himal, wanderten wir leicht bergab über den Bergrücken nach Pati Bhanjyang (1.750 m) und stiegen dann wieder hinauf zum Dorf Chipling (2.150 m). Nach der Mittagsrast verlief der Weg stets über den meist bewaldeten Kamm und einen rund 2.500 m hohen Hügel. Nun stiegen wir in bewirtschaftetes Land nach Gul Bhanjyang (2.150 m) ab und erreichten über Thodang Danda (Danda = Bergrücken) unsere Lodge in Kutumsang (2.450 m). Unterwegs schloss sich ein Hund unserer Gruppe an, der uns bis nach Kyangjin Gompa begleiten sollte. Später tauften wir den kleinen auf den Namen "Hauser".

Kutumsang - Thare Pati - Phedi

Durch den Wald erreichten wir über den Pangdo Danda und die Siedlung Mangengoth (3.200 m) Thare Pati (3.500 m). Am kommenden Tag führte uns der Weg in stetigem Auf und Ab unterhalb des Thare Danda durch die Waldzone, bis uns ein Höhenweg zur Hochalm von Ghopte (3.450 m) führte. Eigentlich sollte es ein einfacher entspannender Weg zur Vorbereitung für die Passquerung werden, aber die Wege an der Nordseite waren total vereist und wir hatten Schwierigkeiten voran zu kommen. Nach der Mittagsrast setzten wir unseren bis zum "Basislager" bei Phedi fort (3.650 m).

Laurebina La - Gosainkund-Seen

Wir brachen früh auf und machten uns auf den Weg zum 4.610 m hohen Laurebina La. Wegen des langen Aufstiegs und der Höhe gingen wir langsam und stetig. Oben auf der windigen Passhöhe standen wir an der Grenze vom Helambu- zum Langtang-Nationalpark. Über ein Schneefeld stiegen wir zu den noch gefrorenen heiligen Gosainkund-Seen ab (4.380 m). Nach dem Mittagessen wanderten wir über den Chalang Pati Danda hinab nach Laurebina Yak (3.900 m).

Chanlang Pati - Thula Syabru

Wir wanderten weiter auf dem Kamm nach Chalang Pati (3.580 m). Durch Wald, über Wiesen und einige Schlammpassagen kamen wir zum Dorf Thula Syabru (2.200 m), mit Blick auf die Langtang-Berge und den Ganesh Himal.

Bamboo Lodge - Ghore Tabela

Im Morgenlicht wanderten wir ins Seitental des Ghopche Khola (2.000 m) hinab. Nach kurzem Gegenanstieg erfolgt ein steiler Abstieg in die Langtang-Schlucht bis zum Talboden. Nun ging der Weg in leichtem Auf und Ab bis zum Mittagessen in Bamboo Lodge (1.950 m). Durch dichten Wald wanderten wir aufwärts, bis wir die Stahlbrücke (2.150 m) rauschenden Langtang Khola querten. Durch Mischwald ging es weiter bergauf bis zu unserem Tagesziel Ghore Tabela (3.000 m).

Ghore Tabela - Langtang

Wir setzten den Aufstieg kamen zu einem Hochtal, in dem die saftigen Weidewiesen und die wenigen Ackerflächen von kleinen Siedlungen aus bewirtschaftet werden. Bei starkem Wind trafen wir am späten Nachmittag in Langtang (3.350 m) ein.

Kyangjin Gompa

Entlang einzelner Manimauern und kleiner Chörten führte unsere Route in 3 Std. meist sanft ansteigend zum Dorf Kyangjin Gompa (3.780 m). Nach der Mittagsrast mit Kaffee und Kuchen spazierten wir ein bisschen durch das Dorf. Am nächsten Tag entwickelte sich der Wind zum Sturm. Wir verzichteten daher auf unseren geplanten Gipfeltag auf den Tserko Ri und besuchten statt dessen eine Käserei im Ort.

Ghora Tabela – Syabru Besi - Kathmandu

Auf bereits bekannter Route wanderten wir die nächsten beiden Tage das Langtang-Tal abwärts über Langtang und Ghora Tabela nach Syabru Besi (ca. 1.450 m). Dort feierten wir mit unserer Mannschaft ein Abschiedsfest und wurden am nächsten Tag zurück nach Kathmandu gebracht. Den letzten Tag verbrachten wir in Thamel wo Einheimische und Touristen das Holi-Fest feierten. Alle waren irgendwie bunt und nass. Farbe hatte ich zwar nur ganz wenig abbekommen, dafür aber eine kräftige Ladung Wasser über Rucksack und Rücken. Abends ging es dann wieder mit dem Flieger zurück Richtung Heimat.

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