Trekking von Jiri nach Gokyo

Jiri bis Chaurikharka

Nach unserer Ankunft wurden wir von unserem Guide Narayan am Flughafen abgeholt und ins Hotel Kantipur Tempelhouse gebracht und dann am nächsten Tag mit einem Bus nach Jiri gefahren. Nach dem Abendessen kosteten wir ein paar Raksi und gingen zeitig zu Bett. Am nächsten Morgen begann dann unsere Trekking Tour.

Bei herrlichem Sonnenschein ging es los. Nach der Mittagspause mit der obligatorischen Rara-Nudelsuppe in Shivalaya ging es erstmals einen Pass nach Deorali (2.705 m) hoch und anschließend nach Bandhar (2.200 m) unserem Übernachtungsort wieder runter. Ich hatte durch den langen bergab Trip mit erheblichen Schmerzen in der Kniekehle zu kämpfen.

Von Bhandar ging es weiter abwärts zum Likhu Khola (1.545m). Über die Brücke und weiter bis Kenja (1.635m). Hinter Kenja begann der Aufstieg nach Sete (2.575m) unserem zweiten Übernachtungsort. Wegen den weiter anhaltetenden Schmerzen gingen mir schon Gedanken durch den Kopf die Tour abzubrechen. Jedenfalls machte ich abends in Sete ausgiebig Dehnungsübungen und - oh Wunder - am nächsten Tag waren die Schmerzen weg!

Über den 3.530m hohen Lamjura Pass ging es am nächsten Tag nach Junbesi. Hier sahen wir die ersten Schneegipfel im Khumbu und der tibetische Einfluss der hier beheimateten Sherpas wurde ersichtlich.

Wir querten den Junbesi Khola und wanderten bergauf bis vor Solung, wo wir die ersten Gipfel des Khumbu sehen konnten. Dann ging es hinab zum Beni Khola (ca. 2.650 m). Nachmittags wanderten wir über Ringmo hinauf zum Tragsindo La (ca. 3.070 m) und durch dichten Wald bergab bis Nuntala (ca. 2.200 m).

In ca. 2 Std. mussten wir den Abstieg zum Dudh Kosi bewältigen, den wir über eine Stahlseilbrücke (ca. 1.550 m) zum Ostufer querten. Über Jubing führte der Weg nun hinauf zum Dorf Kharikhola. Von dort ging es bergauf bis zum Kammdorf Bupsa (ca. 2.350 m).

Die letzte Etappe führte uns über Surke nach Chaurikharka unterhalb von Lukla. Der nächste Tag sollte uns dann auf die "Trekker-Autobahn" Richtung Mount Everest führen.

Chaurikharka - Namche Bazar - Gokyo

Ab jetzt ging alles etwas langsamer, schließlich mussten wir uns weiter akklimatisieren. Diese Tagesetappe führte uns bis hinter Phakding (2.650 m) nach Zamphute. Von dort begann am nächsten Tag der Aufstieg nach Namche Bazar (3.450 m). Das Wetter war prächtig und es war einiges an Trekker und Mauleselkarawanen unterwegs. In Namche hieß es erstmal Pause machen! Wir machten es uns in der Everest Bakery gemütlich und genossen Kaffee und Kuchen. Übernachtet haben wir wie 2008 in der Panorama Lodge.

Am nächsten Morgen stiegen wir auf zum Mandephu Hill mit dem ersten Blick auf den Everest (8.848 m) und Lhotse (8.516 m). Heute hieß es weiter akklimatisieren. Die Tour führte uns über das Flugfeld von Syangpoche nach Khumjung mit herrlichem Blick auf Ama Dablam (6.856 m), Kangtega (6.779 m) und Thamserku (6.608 m) .

Über Sanasa wanderten wir hinunter nach Phunki Thangka bei der Phunki-Brücke (3.250 m), einer kleinen Siedlung mit ein paar Teehäusern und mit Wasserkraft betriebenen Gebetsmühlen. Nach kurzer Rast stiegen wir durch einen Tannen- und Rhododendronwald, vorbei an Gebetssteinen hinauf zum Kloster Tengpoche (3.860 m). Nach einer Kaffeepause weiter abwärts nach Deboche unserem Tageziel.

Nachts hatte es leicht geschneit, alles war wie mit Puderzucker überzogen. Leider hatte der Schnee in der Sonne keine Chance. Über Pangpoche ging es über einen wunderschönen Höhenweg nach Phortse ... und hier begann der erste Teil des ungeplanten. Nachts ereilte mich Durchfall und Erbrechen und ich war nicht in der Lage bis nach Dole aufzusteigen. Wir quartierten uns in einer Lodge in Phortse Drengka ein und ich verbrachte den Tag im Bett und auf dem Klo.

Durch den verlorenen Tag mussten wir unseren Trip nun umstellen. Da wir in Gokyo eine Tagestour zum 5. See machen und auf den Gokyo Ri wollten, strichen wir den Gokyo Ri. Schließlich stand der Renjo La noch auf dem Programm, bei dem wir eine ähnliche Aussicht erwarteten. Jedenfalls gingen wir an diesem Tag bis Lhabarma (4.330 m) - immer den Achttausender Cho Oyu (8.201 m) und Gyachung Kang (7.953 m) im Blick.

Nach einer weiteren Tagesetappe bis Machermo (4.470 m) führte uns die folgende Etappe über Hochweiden Richtung Gokyo (4.860 m). Das Wetter wurde schlechter, der Wind wurde stärker und es war zeitweise recht unangenehm. Wir erreichten den ersten See und weiter ging es nach Gokyo. Zur Mittagszeit kamen wir in unserer Lodge an und nach einer heißen Suppe erkletterten wir bei Wind und Schneetreiben die Seitenmoräne des Ngozumba Gletscher.

Am nächsten Morgen zeigte sich das Wetter anfangs von einer besseren Seite. Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir unsere Tagestour hoch zum fünften See. Wir waren wieder auf der Seitenmoräne des Gletschers und waren laut Höhenmesser knapp über 5.000m erreicht, hatten aber wegen den vielen Wolken keinen freien Blick auf den Everest. Und da wieder starker Wind aufkam - wie eigentlich jeden Morgen im Gokyotal ab 10/11 Uhr, entschieden wir uns zur Umkehr und gingen zurück zur Lodge, schließlich wollten wir am kommenden Tag fit für die Königsetappe über den Renjo La (5.430 m) sein. Doch es kam wieder anders!

Ich wurde morgens wach und mein Zimmernachbar Alex erzählte, dass nachts auf der Toilette einiges los war. Wir hofften, dass es niemand aus unserer Gruppe war. Leider war dies der Fall - meinen Kollegen Günter hatte es erwischt - Durchfall und Erbrechen. Also was tun? Nach kurzer Diskussion entschieden wir uns als Gruppe zusammen zu bleiben und den Renjo La ebenfalls zu streichen, außerdem war des Wetter mies (in Namche trafen wir später einen japanischen Trekker, der den Passübergang wegen des Wetters am gleichen Tag ebenfalls abrechen musste). Wir ließen unseren Kranken noch ein paar Stunden schlafen und stiegen dann wieder nach Machermo ab.

Am folgenden Tag war wieder alles in Ordnung. Abwärts ging es bis Phortse Thenka und über den Mon La nach Sanasa. Hier konnten wir endlich seit Tagen wieder heiß duschen - welch ein Gefühl. Über Namche nach Phakding - und weiter nach Lukla. Hier feierten wir mit Mannschaft den Abschluss und flogen am kommenden Morgen nach Kathmandu zurück. Dabei hatten wir noch Glück. Wir waren im vorletzten Flieger, der noch von Lukla weg kam. Danach wurde der Flughafen wetterbedingt geschlossen.

An den folgenden zwei Tagen waren wir in Kathmandu unterwegs. Wir waren auf Swayambodnath, am Durbar Square und Bodnath. Leider hatte zeitweise geregnet und sie Straßen waren schlammig und der Müll, der dort überall rum liegt, fing an zu miefen - echt ekelhaft. Dieser Kathmanduaufenthalt war bisher mein unangenehmster.

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