Australien

Von Darwin nach Alice Springs

Ankunft am frühen Morgen in Darwin. Nachdem wir den Sonntag in Darwin verbrachten, ging es montags mit einem Bushcamper in Richtung Litchfield NP. Unterwegs wurden Vorräte für die nächsten Tage eingekauft. Der Litchfield NP gilt als der "kleine Kakadu NP". Hauptsächlich wachsen hier Eukalypten. Viele davon sind durch Buschfeuer angekokelt.

Nach einem erfrischenden Bad im Pool der Wangi Falls ging es zu den Tolmer Falls. Ein weiteres Ziel waren die Magnet-Termiten, was meiner Meinung nach ziemlich uninteressant ist. Übernachtung auf einem Campground in der Nähe von Batchelor. Tip: wenn möglich, unbedingt die Bademöglichkeit im Pool der Wangi-Falls nutzen.
Am nächsten Tag ging es in den Kakadu NP. Unterwegs Besuch des "Wetland Visitor Center". Dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Wetlands und erhält eine Menge Infos zu Fauna und Flora. Nach einem kurzen Abstecher nach Jabiru besuchten wir die Aborigenesmalereien am Nourlangie Rock und wanderten in der Gegend um den Rock. Am Abend erreichten wir Cooinda/Yellow Waters. Dort machten wir am frühen Morgen des nächsten Tag eine Bootstour. Herrlich, wie das Leben beim Sonnenaufgang erwacht. Es waren zig Vögel wie Magpie-Gänse, Blattläufer, Pelikane, Eisvögel und Adler zu sehen. Dazu noch einige Krokos und Wasserschlangen. Nach dem Frühstück ging s dann zun den Twin-Falls. Dabei sollte man beachten, daß die letzten 10 km sind nur mit einem Allrad zu fahren sind. Da zu dieser Zeit Trockenzeit ist, tröpfelte das Wasser nur! Trotzdem eine herrliche Gegend und empfehlenswert.
Unser nächstes Ziel war der Nitmiluk NP. Eine vierstündige Bootsfahrt bei brütender Hitze erforderten ein kühles Bad in der Gorge und das neben einem Sandbunker, der als Brutstätte der Süßwasserkrokos dient. Weiter nach Mataranka zu den Thermalquellen. In den Palmen um die Quelle hängen hunderte von Flughunden, die einen penetranten Gestank verbreiten.

Jetzt lag die Strecke Mataranka - Alice Springs vor uns (ca. 1100 km). Am ersten Tag kamen wir bis Barrow Creek (ca. 820 km). Unterwegs noch ein kleiner Abstecher zu den Devil Marbles. In Barrow Creek (äh, ist eigentlich nur ne Tankstelle mit Kneipe und zwei, drei Wohncontainer) gibt es die berühmte "Bushbank" (wer will, kann hier einen Geldschein mit seinem Namen versehen an die Wand pinnen und beim nächsten Besuch sein "Konto" wieder plündern; falls man nochmal vorbeikommt.) Am Abend ein gemütliches "Piss up" (Betrinken) mit einem Aussie, der uns noch ein paar Tips gibt. Tip: zwei Tage für die Strecke Mataranka - Alice Springs einplanen. Selbst die 820 km waren bei der Hitze sehr anstrengend. Und: man bekommt im Zentrum Australiens keinen Radiosender, was die Fahrt noch mehr ermüdender gestaltet.

Am frühen Morgen mit einem leicht schweren Kopf weiter nach Alice Spring. Nach einem "Frühstück" bei McDoof lagen weitere 430 km zum Ayers Rock vor uns. Ankunft am Nachmittag und erstmal am Pool des Yulara Resort ausruhen. Im Resort sind etliche Galahs (Rosa Kakadus) zu beobachten, wie sie sich um ein paar Körner und Tropfen Wasser balgen. Hier herrschen in der Nacht sehr angenehme Temperaturen, daß man endlich wieder gut schlafen kann.
Das nächste Ziel war früh morgens der Ayers Rock (Uluru). Tolles Wetter und viele Touristen, die den Fels besteigen. Wir geben uns mit einem kleinen Spaziergang am Fuß des Rock zufrieden und fahren weiter zu den ca. 25 km entfernten Olgas. Mit 2 Liter Wasser pro Person ausgerüstet machen wir uns auf den ca. 2-stündigen Weg durch das "Valley of the Winds". Tip: gegen den Uhrzeigersinn laufen, dann hat man die schönen Aussichten immer vor sich. Abends beim Sonnenuntergang nochmal zum Ayers Rock. Tip: beim Sonnenuntergang alle 10 Minuten den Ayers Rock fotografieren und sich später wundern, wie sich die Farbe verändert. Rückfahrt nach Alice Springs am nächsten Tag. Leider war die Zeit zu kurz für einen Besuch des Kings Canyon (was aber irgendwann nachgeholt wird).

Noch eine Übernachtung in Alice. Abgabe unseres Bushcampers und Weiterflug nach Adelaide.

Von Adelaide bis Sydney

Übernahme unseres HiTop-Campers bei Britz. Anschließend bummelnden wir durch die Innenstadt und schauten uns den Botanischen Garden an. Dann hieß es raus aus Adelaide. Auf dem Highway ging es nach Hahndorf, einem deutschgeprägten kleinen Städtchen. Weiter ging es in die Grampians. Dort gehörten die nächsten drei Tage unseren Wandertouren. Ausgangspunkt aller touristischer Aktionen ist Halls Gap. Unsere Wanderungen führten uns über einige Leitern und schroffe Felsen hoch ins "Wonderland Table" der Grampians mit seinen tollen Aussichtspunkten (Pinnacle; Balconies); auch viele Wasserfälle sind zu sehen (MacKenzie Falls). Ebenfalls zu empfehlen sind Wandertouren in den nördlichen Grampians (Mt. Stapylton; Mt. Hollow). Über eine 35 km - Gravelroad von Halls Gap aus zu erreichen.

Unser nächstes Ziel war die Great Ocean Road an der Südküste Australiens. Vorbei an den touristischen Höhepunkten einer jeden Australienreise (London Bridge; Loch Ard Gorge; Twelve Apostels) ging es weiter in den Otway NP. Hier, keine 100 km von der rauhen Landschaft der Südküste entfernt, herrscht tropisches Klima mit einem herrlichen Regenwald. Sobald man durch den Otway NP durch ist, kommt man an Bade- und Surfstrände der Melbourne-Sider. In Melbourne selbst besuchten wir eine Bekannte (Hallo an Christine und Pit) wo wir zum Barbeque eingeladen waren. Die Stadt selbst haben wir uns nur durch einen kurzen Besuch der Innenstadt angesehen (Flinders Station; Melbourne Park; Mall).

Anschließend fuhren wir zum Wilson Promontory NP. Der Wilson Promontory NP, kurz "Prom" genannt, liegt ca. 200 km südöstlich von Melbourne, am südlichsten Zipfel des australischen Festlands (natürlich liegt die Insel Tasmanien noch weiter südlich). Für mich war der Prom der geilste NP in Australien. Schon alleine die Anfahrt, wenn zwischen den Bäumen und Felsen auf einmal das tiefblaue Meer und diese herrlichen Strände auftauchen, macht Lust auf Mehr. Hier gibts tolle Wanderwege (tolle Namen wie Lilly-Pilly-Gully- Walk) und fantastische Aussichtspunkte. Die Tierwelt einfach spitze (Koalas, zutrauliche Crimson Rosellas und Wombats). Der Campground in Tidal River ist aber ohne Strom.

Vom Prom aus ging s Richtung Lake Entrance und von dort in den Alpine NP und weiter in die Snowy Mountains ins Skigebiet der Aussies nach Thredbo. Leider war das Wetter besch..... und wir mußten unsere Wanderung auf den Mt. Kosciusko ausfallen lassen. Deshalb sind wir zurück zum Camper und nach Canberra gefahren. Dort merkt man, daß Canberra keine "gewachsene" Stadt ist. Ich fand eigentlich nur den "Capitol Hill" mit dem Regierungsgebäude interessant.

Unser nächstes Ziel waren die Blue Mountains. Die Blue Mountains sind eigentlich nur ein riesiges Waldgebiet, in dem bei schönem Wetter das Öl der Eukalyptusbäume verdunstet und einen bläulichen Schleier über das Gebiet legt. Sehenswert sind hier vorallem die "Three Sisters" und etliche Wasserfälle. Auch die tollen Tropfsteinhöhlen der Jenolan Caves sind sehenswert.

Sydney

Zweimal hat es mich jetzt schon in die schönste Stadt der Welt verschlagen (noch einmal als Stop-Over beim Rückflug aus Neuseeland 2000). Und es ist immer wieder spitze. Die obligatorischen Touristenziele wie Oper, Habour Bridge, Sydney (AMP) Tower gehörten zu den Zielen, wie auch das brodelnde Kings Cross mit seinen Bewohnern und den sozialen Randgruppen, die tollen Strände (Bondi Beach) und das Olympiagelände.

Unterkünfte gibts in jeder Preisklasse. Allein in Kings Cross gibt es vom Backpacker bis zum 5-Sterne-Hotel alles. In guten Mittelklasse-Hotels kostet ein DZ mit Frühstück ca. 100 AUD (Hotel Crest, Kings Cross). Und die Lage ist auch o.k. Man ist zu Fuß ca. 20-25 Minuten bis zur Oper unterwegs. Das beste Fortbewegungsmittel ist aber die Bahn. Für geringe Kosten kommt man eigentlich ohne lange Wartezeiten zu jedem interessanten Punkt der City (und das System ist einfach!).

Am Olympiagelände versucht man immer noch Kasse zu machen. Obwohl einige Sachen schon abgebaut sind und auch das Olympiastadion teilweise demontiert werden soll, kostet eine geführte Tour ins Stadion 26 AUD (Wucher!). Und in andere Sportstätten kommt man auch nicht rein.

Empfehlenswert ist auf alle Fälle das Sydney-Aquarium am Darling-Habour. Nicht die begehbaren Glasröhren mit den Haien und Rochen hat mir am besten gefallen, sondern die farbenprächtigen Becken mit den Korallen und bunten Fischen. Auch erfährt man einiges über die Flüsse und ihr Ökosystem, und man kann das in freier Wildbahn sehr scheue Schnabeltier sehen.

Jedenfalls ist Sydney immer eine Reise wert. Man sollte sich aber mindestens drei Tage Zeit nehmen um alles Sehenswerte zu sehen. Wer mehr Zeit hat, um so besser ...

Von Brisbane nach Cairns

Nach der Landung in Brisbane haben wir wieder einen HiTop-Camper übernommen und sind gleich, ohne Brisbane anzusehen, Richtung Norden nach Noosa Heads gefahren. Dort haben wir für drei Nächte einen Campground direkt an der Sunshine Coast bezogen. Noosa ist auch idealer Ausgangspunkt zu einem Ausflug auf Fraser Island. Fraser Island ist auf alle Fälle einen Besuch wert. Besonders die glasklaren Süßwasserseen mit ihren schneeweißen Stränden sind ein Genuss. Hier ist besonders der Lake MacKenzie zu erwähnen. Der See wird über Grundwasser gespeist und ist absolut sauber. Nicht einmal Pflanzen und Fische sind zu sehen, man fühlt sich wie in einem Pool.

Unser nächstes Ziel war der Eungella NP. Hier soll man ja das seltene Platypus (Schnabeltier) sehen. Aber dazu muß man früh aufstehen und sehr viel Glück haben. Zu beachten ist, daß der Campground im Eungella NP ohne Stromanschluß ist. Außerdem gibt s dort noch schöne Walks im Rainforest und in einem Palmenwald.

Weiter ging es nach Airlie Beach. Airlie Beach ist das Tor zu den Whitsundays. Dort trifft man viele Rucksackreisende und "alte" Hippies. Sehr zu empfehlen ist ein Bootstörn in die Whitsunday-Passage (z.B. auf Whitsunday Island mit dem schneeweißen Strand "Whiteheaven Beach", der Strand besteht komplett aus feinsten Muschel-/Korallenteilchen und "knirscht" wenn man drüber läuft wie Neuschnee).


Da wir nun langsam in die beginnende Regenzeit kamen, hatten wir auf dem Weg von Airlie Beach nach Cairns immer schlechteres Wetter. In Ingham wollten wir einen Abstecher zu den Wallaman-Falls machen. Leider sahen wir nach ca. 60 km Gravelroad nur Nebel und keine Wasserfälle und fuhren weiter nach Mission Beach. Um Mission Beach ist der Causewarie (komischer Vogel; mit dem Emu verwandt) zu sehen. Zu beachten ist auch, daß man zu dieser Jahreszeit wegen der Box Jelly Fish (Würfelquallen) nicht mehr im Meer baden kann.

Einen Tag später fuhren wir bei strömenden Regen nach Cairns. Dort mieteten wir uns für fünf Tage auf einem Campground ein und planten unsere Aktivitäten für die nächsten Tage. Dazu zählten einen Ausflug nach Kuranda (mit der Bahn hin, mit der Skyrail zurück). Ein zu empfehlender Besuch des Aborigenes Dance Theatre "Tjapukai" und eine Tour nördlich in den Daintree NP. Leider alles bei z.T. strömenden Regen. Den Silvester Abend feierten wir in einem urigen Irish Pub im "Pier". Natürlich darf ein Ausflug ins Great Barrier Reef nicht fehlen. Leider erwischten wir einen miesen Tag mit Regen, Wind, hohen Wellen .... Shit!

Am nächsten Tag hies es Abschied nehmen von Down Under. Nach einem Stop-Over für zwei Tage in Singapore hatte uns das Alltagsleben in Deutschland wieder.

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