Neuseeland

Nordinsel

Ankunft nachmittags in Auckland und - es regnete! Passkontrolle, Gepäckausgabe, Zoll - alles ohne Probleme. Am Avis-Schalter erhielten wir den Schlüssel und die Papiere für unseren Mietwagen, einen Toyota Corolla. Nachdem das Gepäck verstaut war, gings zur unserer Unterkunft, dem Bavaria Guesthouse in der Nähe des Mt. Eden. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, haben wir uns entschlossen an diesem Abend so lange wie möglich wach zu bleiben, um den Zeitunterschied schneller zu verkraften. Deshalb machten wir uns auf den Weg, den Mt. Eden zu erkunden. Vom Mt. Eden, einem erloschenen Vulkan, hat man einen herrlichen Blick auf die City. Nach einem gemütlichem Abendessen beim Thai und ein paar Bierchen, fielen wir gegen 21.30 Uhr todmüde ins Bett.

Am ersten Morgen waren wir früh wach. Die Sonne schien und es war leicht bewölkt. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in die City (ca. 2 km). Wir fuhren auf den Skytower, schauten uns den Hafen und das Ferry-Building an. Nachmittags machten wir eine Hafenrundfahrt mit tollem Blick auf die Skyline und waren auf Rangitoto-Island. Jedenfalls ließen wir den Tag gemütlich auslaufen und fuhren gegen Abend mit dem Bus zurück zum Hotel.

Northland - Bay of Islands

Wetter: Stark bewölkt mit sonnigen Abschnitten. Heute ging es raus aus Auckland, Richtung Norden. Wir hatten uns entschlossen über die Westküste zu fahren, um die riesigen Kauribäume anzuschauen. Diese, zum Teil 2000 Jahre alten Bäume, waren früher Exportware. Heute stehen sie unter Naturschutz. Die Größten haben einen Durchmesser von mehr als 5 Metern. Anschließend ging es weiter nach Paihia an der Bay of Islands. Hier wollten wir uns bei einem Backpacker einquartieren. Nur bestand das Problem, das alle Backpackers ausgebucht waren (daraufhin haben wir unsere Unterkunft immer einen Tag vorher telefonisch gebucht!) und wir für die nächsten zwei Nächte in ein Motel ausweichen mussten (Edelweiss Motel). Außerdem buchten wir für eine Bootstour in die Bay of Islands (Cape Brett - Hole in the Rock).

Am nächsten Tag war es stark bewölkt, windig und es regnete leicht. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Waitangi. An diesem geschichtsträchtigen Ort wurde am 6. Februar 1840 der Friedensvertrag zwischen den Maori und den Briten geschlossen. Neben den geschichtlichen Hintergründen im Info-Center, kann man sich dort auch die riesigen Kriegskanus der Maori, das Versammlungshaus und das Treaty-Haus ansehen. Nachmittags ging es dann mit dem Schiff raus in die Bay. Bei starkem Seegang wurden einige Mitfahrer das Opfer der Kotztüte. Unterwegs waren dann auch Delfine zu beobachten. Vom Hole in the Rock ging es dann zurück. Wir stiegen in Russell aus, um uns das Städtchen anzuschauen und fuhren mit der Fähre zurück nach Paihia.

Coromandel

Nun ging es wieder Richtung Süden und es war wieder schönes Wetter. Nach einem kurzen Stopp an den Whangarei-Falls fuhren wir ohne Unterbrechung zur Coromandel-Halbinsel. Wir übernachteten im Tairua Backpacker in Tairua. Dieser BP bietet außerdem die kostenlose Nutzung von Kajaks und Surfbrettern (Surfunterricht 10 NZ$/Stunde), außerdem stehen zwei Fahrzeuge zur Erkundung der Coromandel zur Verfügung.

Morgens machten wir uns bei herrlichem Wetter auf den Weg zum Mt. Paku in Tairua. Der Mt. Paku war ehemals ein Pa (Maorifestung). Von dort oben hat man einen herrlichen Blick auf Tairua und die ganzen Strände. Anschließend fuhren wir die bekannten Strände an der Coromandel ab (Cooks Beach, Hahei), machten einen Abstecher zur Cathedral Cove (45 min Fußmarsch vom Parkplatz) und waren zum Abschluß am Hot Water Beach, wo es von Touristen nur so wimmelte (nach ein paar Versuchen uns eine "Badewanne" zu graben sind wir wieder abgezogen).

Rotorua

Bei schönem Wetter fuhren wir nach Rotorua. Sobald man in das Gebiet um Rotorua kommt, stinkt es fürchterlich nach Schwefel. Unser erstes Ziel war "Hells Gate" (Tikitere). Hier sahen wir zum ersten mal die extremen Kräfte, die in unserem Planeten arbeiten. Anschließend bezogen wir unser Quartier, ein Cabin, auf dem Lakeside Motorcamp. Anschließend erkundeten wir Rotorua und beschlossen den Tag in der Lava-Bar (sehr zu empfehlen) des Hot-Rock-Backpacker.

Am nächstenTag ging es früh morgens zum Thermal-Wonderland Wai-o-tapu, welches ca. 30 km außerhalb Rotoruas liegt. Hier gibt es den berühmten Lady Knox Geysir, der jeden Morgen durch Seifenpulver zum Ausbruch gebracht wird. Das eigentlich Thermalgebiet ist aber wesentlich interessanter. Vorallem die herrlichen Farben der heißen Seen (Artists Palette, Champagne Pool) und die Kalksinterterrassen sehen fantastisch aus. Um das Ganze abzurunden ging es danach noch zum Whakarewarewa Thermalgebiet mit dem Pohut-Geysir. Man sieht auch ein nachgestelltes Maoridorf und kann ein Kiwihaus besuchen. Hier gibt es auch an jeder Ecke dampfende Seen, blubbernde Schlammlöcher und heiße Quellen. Zum Abschluß waren wir noch zum Entspannen im Polynesian Spa mit seinen heißen Bädern (bis 43 C).

Nächstes Ziel war Turangi am Tongariro NP. Unterwegs stoppten wir an den Huka-Falls, wo der Waikato-River durch eine enge Felsspalte "gedrückt" wird. Hier unternahmen wir einen Trip mit dem Huka-Jet (Jet-Boat) und waren anschließend auf einer Prawn-Farm (Süßwasser-Garnelen) zum Mittagessen. Nachmittags kamen wir dann bei tiefhängenden Wolken und leichtem Regen in Turangi an und bezogen unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte (Bellbird Lodge). Nachdem uns versichert wurde, dass das Wetter am nächsten Tag besser werden solle, buchten wir den Bus-Shuttle zum Tongariro NP.

Tongariro Crossing

Das Wetter war zwar besser (es regnete nicht mehr), aber es war immer noch bewölkt. Um 7:15 Uhr ging es dann mit dem Bus zum Parkplatz der Mangatepopo Hut, dem Startplatz des Tongariro Crossing. Am Horizont war jetzt auch blauer Himmel zu erkennen, was für den Tag aber alles war. Die ersten eineinhalb Stunden waren angenehm zu laufen. Dann ging es ziemlich steil zum Sattel zwischen Mt. Ngauruhoe und Mt. Ruapehu hoch. Für dieses kurze Stück benötigte man ca. 45 Minuten! Bei Nebel, Kälte und starkem Wind ging es weiter über ein Plateau (Südkrater). Am Red-Krater entlang und über Lavageröll wieder etwas abwärts erreichten wir die Emerald Lakes. Da sich der Nebel etwas lichtete, konnten wir wenigsten ein paar Bilder machen. Ab jetzt ging es hauptsächlich bergab. Nach kurzer Zeit sah man die Ketetahi Hut, wo wir unsere Mittagspause einlegten. Nachdem wir uns gestärkt hatten machten wir uns auf vorbei an heißen Quellen zum Ziel des Crossings, dem Parkplatz der Ketetahi Hut. Das Crossing dauerte bis dahin ca. 6 1/2 Stunden und wäre bei Sonnenschein noch viel spektakulärer und sehenswerter. Auf alle Fälle ist das Tongariro Crossing ein Muss, aber anstrengend. Abends sind wir dann auch recht früh ins Bett gefallen ...

Wellington

Auf nach Wellington - es war herrliches Wetter ... blauer Himmel und Sonnenschein. Wir ärgerten uns, dass wir das Tongariro Crossing nicht an diesem Tag machten. Jedenfalls fuhren wir an diesem Tag, vorbei an den schneebedeckten Vulkanen des Tongariro NP, nach Wellington (natürlich wurden noch herrliche Fotos gemacht). In Wellington übernachteten wir im Wellington Motel. Wir machten einen kleinen Fußmarsch durch die City, klärten ab, wie wir ans Ferry-Terminal kommen und waren einkaufen.

Südinsel

Um 8 Uhr in der Früh verließen wir das Motel, fuhren zum Fährterminal, gaben unseren Wagen bei Avis ab und checkten für die Überfahrt ein. Bei wunderschönem Wetter und absolut ruhiger See ging es dann über die Cook-Strait zur Südinsel. Schon nach der Ausfahrt aus Wellington konnte man schneebedeckte Berge auf der Südinsel erkennen. Fantastisch war dann auch die Fahrt durch den Queen Charlotte Sound nach Picton ... grüne Hügel, kleine goldfarbene Strände und türkisfarbenes Wasser. In Picton haben wir unseren neuen Wagen übernommen und sind über den Queen Charlotte Drive Richtung Abel Tasman gefahren. In Nelson besorgten wir uns im DOC den Pass für die Übernachtungen im Park (7 NZ$/Nacht für den Zeltplatz) und die fehlenden Dinge und die Verpflegung für die Wanderung. In Kaiteriteri haben wir uns dann im dortigen Motorcamp für die nächsten zwei Nächte in einem Cabin einquartiert. Hierzu sei zu sagen, das Kaiteriteri außerhalb der Hauptreisezeit absolut "tot" ist. Es gibt nur ein Restaurant und einen Take-Away. Das Restaurant hatte zB nur am Wochenende geöffnet, der Take-Away hatte einfach einen Tag geschlossen (jedenfalls mussten wir zum Abendessen extra nach Motorueka fahren!).

Ruhetag in Kaiteriteri - Gelegenheit zum Wäsche waschen, Rucksack packen und relaxen. Wir buchten unser Wassertaxi nach Totaranui für den nächsten Tag und waren für eine Stunde mit einem Kajak unterwegs ... sonst nur gefaulenzt!

Abel Tasman Coastal Track

Herrliches Wetter! Wir fuhren mit dem Wassertaxi an den Buchten des Abel Tasman NP entlang nach Totaranui. Hier war der Start unserer geplanten Tour zurück nach Marahau (ca. 37 km). Es gab eigentlich nur ein "Muss". Wir mussten das Awaroa Inlet innerhalb von zwei Stunden vor bzw. nach Niedrigwasser überqueren, da es keine Möglichkeit gibt das Inlet zu umlaufen (deshalb unbedingt nach den Gezeiten erkundigen!). Nach dem Überqueren des Inlets machten wir in der Awaroa Lodge noch eine Pause und gönnten uns zwei Bierchen. Unser Ziel, vorbei an wunderschönen Stränden und Buchten, für diesen Tag war ein kleiner Zeltplatz in der Bark Bay (ca. 17 km).

An diesem Tag stand das Stück von der Bark Bay zur Anchorage Bay (9 km) auf dem Programm. Wieder vorbei an tollen Stränden und durch herrlichen Farnwald erreichten wir am frühen Mittag unser Ziel. Nachdem wir unsere Zelte aufgebaut hatten, sind wir an den Strand zum Relaxen.

Am Morgen war es stark bewölkt. Nach dem Frühstück haben wir unser Zelt abgebaut und haben gepackt. Dann fing es an zu regnen und sollte, bis auf ein paar Minuten, auch nicht mehr aufhören. Jedenfalls sind wir die letzten 11 km bis Marahau ohne Pause bei strömendem Regen gelaufen. Nachdem wir nach drei Stunden und völlig durchnässt (selbst die Goretex-Regenjacke half nicht) das Park-Cafe am Eingang des Parks erreichten, haben wir uns erst einmal trockene Sachen angezogen und mussten dann vier Stunden auf den Bus nach Kaiteriteri warten. Dort gönnten wir uns ein leckeres Abendessen und einen guten Rotwein. Die Nacht verbrachten wir wieder in einem Cabin auf dem Campingplatz.

Fox Glacier - Mount Cook

Nachdem es die ganze Nacht wie aus Eimern geschüttet hatte, fuhren wir an diesem Tag Richtung Westland NP. Eigentlich wollten wir erst nur bis Greymouth fahren, sind dann aber zum Entschluss gekommen - soweit wie möglich zu fahren. Da es regnete war es auch egal den Tag im Auto zu verbringen. Außer einem Foto-Stop an den Pancake Rocks sind wir direkt bis zum Fox Gletscher gefahren. Diese lange Strecke war nicht eingeplant und wir hatten noch keine Unterkunft. Schließlich haben wir uns im Lake Matheson Motel einquartiert. Anschließend sind wir ins Dorf gelaufen, haben uns Infos über das Wetter für den nächsten Tag eingeholt und einen Heli-Rundflug über den Fox-Gletscher und um den Mt. Tasman und Mt. Cook gebucht.

Am nächsten Morgen war tolles Wetter - strahlend blauer Himmel, keine Wolken. Genau richtig für den Heli-Flug. Wir wurden abgeholt und zum Heliport gebracht. Von dort ging es über den Fox Gletscher hoch zum Mt. Cook und Mt. Tasman. Das waren herrliche Aussichten über ewiges Eis und die schneebedeckten Gipfel der Südalpen (unbedingt zu empfehlen!!!). Nach dem Flug fuhren wir noch zum Lake Matheson und machten einen Spaziergang um den See mit den tollen Ausblicken auf den Mt. Cook und Mt. Tasman. Leider war es etwas windig, sodass man die Spiegelung auf der Wasseroberfläche nicht sehen konnte. Nach einem Abstecher zum Gletschertor des Fox fuhren wir weiter über Haast und den Haast-Pass, vorbei am Lake Wanaka nach Queenstown. Dort haben wir uns für zwei Nächte im Bella Vista Motel eingebucht, sind anschließend ins Nachtleben Queenstowns gestürzt und haben den Abend im Pog Mah nes (Irish Pub) verbracht.

Queenstown - Te Anau - Milford Sound

Erst einmal richtig ausgeschlafen. Nach einem gemütlichen Frühstück buchten wir unsere Schiffstour im Milford Sound und Willi seinen Bungy-Sprung von der Karawau-Bridge. Nachdem er sich mutig in die Tiefe gestürzt hatte, fuhren wir zurück nach Queenstown und besuchten den Bird Wildlife Park (nicht zu empfehlen) und fuhren mit der Gondel hoch zum Bob s Peak, wo man einen tollen Blick auf Queenstown hat.

Fahrt nach Te Anau. Übernachtet haben wir in der Lakefront Backpackers Lodge. Nachmittags machten wir einen Ausflug zu einer Glühwürmchen-Grotte. Dort wurden wir am Bootsanleger fast von den Sandflies "gefressen". In Te Anau sei die Kneipe "The Ranch" zu empfehlen. Dort ist jeden Abend von 20-21 Uhr Happy-Hour und das Bier kostet nur 1 NZ$! Eine "Begegnung der anderen Art" hatten wir beim Essen im "China World". Ist schon etwas komisch, wenn man eine Made im Essen findet ...


Früh morgens, wir wollten dem Busverkehr auf der Strecke zuvorkommen, fuhren wir Richtung Milford Sound. In Te Anau war tolles Wetter, was im Milford Sound nicht mehr der Fall war. Es regnete zwar nicht, aber es war stark bewölkt. Unterwegs machten wir ein paar Stops (Mirror Lake, Homer Tunnel) um die herrliche Landschaft und die neugierigen Keas zu fotografieren. Die Schiffstour im Milford Sound selbst war ein Erlebnis. Fantastisch wie die Felswände hier in den Himmel ragen, und die Wasserfälle die überall zu sehen sind. Bei Sonnenschein muss der Milford Sound einmalig sein. Zurück in Te Anau waren wir diesmal beim Italiener essen (La Toscana). Prima Pizza - tolles Tiramisu!

Dunedin - Christchurch

Fahrtag Te Anau nach Dunedin. Unterwegs fuhren wir auf dem "Presidential Highway", der Straße zwischen den Orten Clinton und Gore (Anmerk.: benannt nach Bill Clinton, US-Präsident und seinem Vize-Präsident Al Gore). In Dunedin übernachteten wir in der Backpackers Adventurer Lodge in der Nähe des Octagon, dem Zentrum Dunedins. Wir machten einen kleinen Rundgang und waren im Botanischen Garten und an der steilsten Straße der Welt (38 ; steht im Guinness Buch der Rekorde). Den Abend verbrachten wir im Brauhaus der Speights-Brauerei.

So langsam neigte sich unser NZ-Urlaub dem Ende zu. Heute ging es nach Christchurch. Unterwegs machten wir noch einen Abstecher zum Shags-Point (paar Kilometer nördlich von Palmerston) um eine Robbenkolonie zu besuchen und eventuell ein paar Gelbaugenpinguine zu sehen. Nach einem weiteren Halt an den Moeraki Boulders fuhren wir nach Christchurch. Wir bezogen unser Quartier im Adelphi Motel und waren in der City. Wir waren in Christchurch unterwegs, schauten uns die Kathedrale an, waren Souvenirs einkaufen, hörtem dem Wizard zu. Später haben wir unsere Sachen gepackt und unseren Sydney-Aufenthalt vorbereitet. Abends waren wir noch in einer gemütlichen Kneipe in der Stadt. Heute hieß es Abschied nehmen von NZ. Nachdem Frühstück sind wir zum Flughafen gefahren, haben unseren Wagen abgegeben und unser Gepäck für den Flug eingecheckt. Danach sind wir nochmal in den Antarctic Center neben dem Airport (auch sehr interessant). Pünktlich ging dann unser Flug nach Sydney.

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